Historisches Bild oder Plakat zu Die Nashörner
Archiv · 1984

Die Nashörner

Eugène Ionesco
Das Stück

Zur Inszenierung

In seiner Parabel "Die Nashörner" protokolliert Ionesco die Verwandlung der Bürger einer überall anzusiedelnden Stadt in eine Meute mörderischer, alles Menschliche zertretende Nashörner. Die Dickhäuter symbolisieren den blinden Fortschritt, und darüberhinaus den - gerade wegen seiner scheinbar moralischen und wissenschaftlichen Absicherung - so teuflischen Charakter jeder Massenbewegung von Hitler bis zu Bhagwan. In den ersten Szenen zeigt Ionesco, wie schnell in einer alltäglichen Straßenszene durch Gedankenlosigkeit, Pseudo-Menschlichkeit und Hass gegen Minderheiten Symptome einer fanatischen Massenbewegung sichtbar werden. Die Handlung konzentriert sich dann immer stärker auf BEHRINGER und macht den abseits stehenden Einzelgänger zum "Helden", der, trotz aller geistig-moralischen Überlegenheit des ewigen Juristen STECH, ihm zunächst nicht folgt. Er will Mensch bleiben und nicht neuer Mensch werden, er stellt sich gegen den Zukunftsglauben als Aberglauben.
Auf und hinter der Bühne

Besetzung & Team

Besetzung

HausfrauUta Ohrt
HändlerinKatrin Aldag
HansAndreas Prieß
BehringerUwe Tesch
KellnerinMaren Ziemke
HändlerJens Steinbrück
Älterer HerrDirk Heidkämper
LogikerHeiner Schmidt
WirtVolkmar Gendner
DaisyRegina Fichtner
SchmetterlingDieter Hinrichs
StecherEckhard Grieger
WisserHendrik Brandt
Frau OchsTiny Diestel
FeuerwehrmannDierk Steinbrück

Hinter den Kulissen

KulisseUli Sack
TechnikKlaus Gendner
RequisiteEckhard Grieger
SouffleurMichael Ecker
InszenierungHendrik Brandt
Zeitzeugnis

Aus der damaligen Presse

Harburger Anzeigen und Nachrichten · 13. Februar 1984
„Vom absurden Theater zu bitterer Realität“ – die Kritik hob besonders Uwe Tesch als Behringer und Andreas Prieß als Hans hervor.

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